Architektur: so funktioniert UESPA

UESPA verbindet Geräte über den jeweils günstigsten Weg und braucht dafür keinen zentralen Nachrichtenserver.

Pfadwahl

  1. Local Air – WLAN Direct, BLE, LoRa (SX1280) oder LAN zwischen Geräten in Reichweite.
  2. Internet-P2P – UDP-Rendezvous an der Authority, danach direkte QUIC-Verbindung mit Hole-Punching.
  3. Swarm-Relay – andere UESPA-Geräte leiten Ende-zu-Ende-verschlüsselt weiter.

Hops

Jedes Gerät ist Hop. MicroHops (Akku) leiten nur kleine Pakete mit max. 64 kbit/s weiter, kein Media. FullHops (Netzteil, Ladekabel) übernehmen Media und Store & Forward im Ringpuffer. Das Relaying ist bewusst nicht abschaltbar: so wird das Netz mit jeder App dichter.

Die Authority unter uespa.io

Die Authority ist kein Nachrichtenserver. Sie

  • stellt LicenseCerts aus (Developer-Portal) und Quota-Macaroons für uespa.net,
  • vermittelt Internet-P2P per UDP-Rendezvous (200-Byte-Pakete),
  • nimmt 128-Byte-Heartbeats an und quittiert sie mit 64-Byte-LeaseAcks (HMAC über X25519),
  • aggregiert anonyme Rollout-Statistiken (Architektur, Version, 5-km-Region).

Fällt die Authority aus, läuft das Mesh weiter: Zertifikate werden offline geprüft, Geräte finden sich lokal und über den Swarm.

Sicherheit

  • Chat und Gruppen mit MLS (RFC 9420), Anrufe nur mit gegenseitigem ContactToken.
  • IoT-Befehle nur mit CapabilityToken des lokalen Eigentümers, mit Replay-Zähler.
  • Erstkontakte unbekannter Geräte kosten Hashcash – Spam wird teuer.
  • Im SDK stehen nur öffentliche Schlüssel; private Root- und Ops-Keys liegen nie im Code.
  • Gehärteter Rust-Core (LTO, panic=abort, gestrippt), offene Wrapper.